Offene Liste für die Kommunalwahl

Wir als BGB sind zutiefst enttäuscht: Statt den Bürgerentscheid als Anstoß zur Änderung zu sehen, stellt sich die Verwaltungsspitze weiterhin quer. Die drei geräumten Gärten – ehemals die schönsten Gärten der Köpfwiesen – sind der Verwaltung des Bauhofs unterstellt statt neu verpachtet zu werden. Der Grund dafür ist nicht nachvollziehbar, denn immerhin könnten die Gärten so, ohne Mehraufwand für die Stadt, in Ordnung gehalten werden. Statt dessen bietet sich den Besuchern der Köpfwiesengärten ein trauriges Bild, das auch auf die Stadt reflektiert, sind doch diese Gärten durchaus ein besonders Alleinstellungsmerkmal, mit dem Touristen und BürgerInnen in die Stadt gelockt werden könnten. Unverständlich ist auch die vehemente Weigerung, die Gärten auch nur für einen Abend zur Verfügung zu stellen. Die Anfrage von Verena Weiss, ob sie für den Balladenabend den Conradtschen Garten nutzen dürfe, da sie ihn noch aus der Kindheit kenne, wurde mit einem „Nein“ beschieden. Das leerstehende Enßle-Gebäude erlebt das gleiche Schicksal wie die Gärten. Das große Gebäude, das durchaus für eine Nutzung zur Verfügung stehen könnte, bleibt leer, weil es die Verwaltungsspitze so will. Eine freundliche Nachfrage einer vom Balladenabend begeisterten Schauspielstudentin, ob dieses Gebäude für Proben und Aufführungen offen stehen könnte, wurde mit einem kurzen „Das Gebäude steht nicht zur Verfügung“ abgefertigt, ohne nähere Begründung. Junge, begeisterte Leute, die unser Vaihingen mit kulturellem Leben aufwerten könnten, werden kurzerhand abgefertigt. Auch das wirft ein sehr schlechtes Licht auf unsere Stadt. Der Vorschlag eines Runden Tisches, der zwischen Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung vermitteln könnte, wurde abgelehnt. Scheinbar wird eine Beteiligung der Bevölkerung nicht gewünscht und wir bekommen den Eindruck, dass hier in Vaihingen noch sehr viel Nachholbedarf besteht, was Bürgerbeteiligung betrifft. Andere Städte sind bereits im 21. Jahrhundert angekommen.

Der Stillstand – für den die BGB nun den schwarzen Peter erhalten hat – ist für uns nicht zu verstehen. Daher haben nun einige Mitglieder der BGB beschlossen, eine eigene Liste zu gründen, die für mehr Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz steht und die bei der nächsten Kommunalwahl antritt. Die Liste, BürgerBewegung Vaihingen (BBV), ist noch im Entstehen und für alle Interessierten offen. Sie ist parteilos und sucht interessierte Mitwirkende und Mitstreiter, die sich engagieren und / oder unterstützend einbringen wollen. Sie strebt einen neuen, offenen, konstruktiven und bürgernahen Politikstil an und will denen eine Stimme geben, die sich nicht ausreichend vertreten und gehört fühlen. Zentrale Punkte sind eine zukunftsfähige Entwicklung der Gesamtstadt, Bürgernähe und Transparenz. Jede Bürgerin, jeder Bürger ist willkommen! Die BBV wird übrigens völlig unabhängig von der BGB arbeiten.
Das nächste Treffen findet am Mi., 12.12., um 19 Uhr im Gasthaus zum Engel, Stuttgarter Straße 2, in Vaihingen statt.