Das neue Infoblatt ist da!

Unser neues Infoblatt ist da, diesen Monat ein klein wenig verspätet. Wieder einmal waren unsere Arbeitsgruppen bienenfleißig gewesen und haben eine ganze Reihe an Ideen angestoßen und mit der Umsetzung begonnen: So gab es zum Beispiel ein Gespräch mit den Fraktionen und die Planung, einen „runden Tisch“ mit einer externen und daher objektiven Mediation umzusetzen. So wird eine erste Annäherung wieder möglich und ein Miteinander wahrscheinlich. Die BGB setzt jedenfalls weiterhin auf den Dialog.

Bild: Pixabay/congerdesign

Daher laden wir Sie auch ganz herzlich zu unseren Sommergesprächen ein, die statt unseres Plenums stattfinden. Jeden Dienstag ab 19.30 Uhr werden Mitglieder der BGB im Sandkasten zu finden sein und über aktuelle Themen rund um „Vaihingen“ reden. Wir freuen uns auf Sie!

Das aktuelle Infoblatt können sie hier herunterladen:

Infoblätter zum Download

Quo vadis, BGB? Erste Gespräche und Ideen werden ausgetauscht

„Wie geht es nun weiter mit der BGB?“, werden sich einige fragen. Nach dem Bürgerentscheid war die Stimmung zwischen BGB und Gemeinderat (verständlicherweise) frostig, hatte die Stadt mit ihren Plänen eine Niederlage erlebt. Doch da eine Demokratie nicht nur aus Einigkeit und eitel Sonnenschein besteht, sondern häufig auch von Kontroversen bestimmt wird, ist es notwendig, zu reden. Nur durch Reden können sich die verschiedenen Parteien wieder annähern – und wäre es nicht langweilig, wenn alle nur einer Meinung wären? Eine lebendige Demokratie hält auch andere Meinungen aus. Daher kam von der BGB der Vorschlag eines Runden Tisches, denn nur gemeinsam können wir am „Ziel eines lebendigen und lebenswerten Vaihingens“ arbeiten, so Pressesprecher Jens-Uwe Dammann. Erste Ideen, wie die Wiederannäherung erfolgen kann – wie z.B. mittels eines externen Mediators am runden Tisch – wurden mit der Presse und den Fraktionen bereits besprochen.

Ein zweites Herzensanliegen der BGB ist die Stadtentwicklung, gerade in Hinsicht auf die große Chance, die sich durch die Gartenschau 2029 bietet.  „Die Gartenschau ist eine tolle Chance für Vaihingen, lebenswert und attraktiv zu werden. Wir wünschen uns aber eine hohe Einbindung der Bürger durch die Entscheidungsträger“, sagt Renate Quiring, die sich besonders für die Arbeitsgruppen Bürgerbeteiligung/Transparenz einsetzt. Wichtig ist es der BGB, sich auch hier einzubringen. Erste Ideen für das Enßle-Areal gab es ja bereits mit dem Projekt Lifehouse. Nun hat Stadtplanerin Brit Fröhlich das 2015 von Studenten entwickelte Stadtkonzept für Vaihingen an der Enz zusammengefasst und ein mögliches Szenario für das weitere Vorgehen in Vaihingen
vorgestellt.

Es  gibt  weitere Vorschläge, allgemein für die Stadtentwicklung, für mehr Bürgerbeteiligung, aber natürlich auch für das Enßle-Areal und die Köpfwiesengärten. Über unser aktuelles Infoblatt werden Sie monatlich über unsere Fortschritte im Plenum und den Arbeitsgruppen informiert.

Die Köpfwiesen als perfekter Rahmen für den Balladenabend – ein voller Erfolg der Veranstaltung

Wer hätte das gedacht? Trotz der kurzfristigen Planung und noch kurzfristigeren Ankündigung, trotz des Zitterns um das Wetter – wird es regnen, wird es nicht regnen? – wurde der von Prof. Verena Weiss initiierte Balladenabend zum vollen Erfolg. Sechs Studierende des zweiten Jahrgangs an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst haben bei Abenddämmerung in dreien der  Köpfwiesengärten Balladen vorgetragen.

Wer nun denkt „Wie langweilig und altmodisch!“, könnte sich nicht mehr täuschen. Da wirbelte eine rotgewandete Mephista durch die Bäume, den Monolog aus Goethes Faust deklamierend. Kästners Ballade vom Nachahmungstrieb ließ die zahlreichen Besucher ebenso erschauern wie  C.F. Meyers Die Füße im Feuer. Dramatisch war auch Salomés Tanz von Georg Britting, in dem Herodes der tanzenden Schönen neue Schuhe aus Menschenhaut versprach. Doch es wurden nicht nur dramatische Balladen vorgetragen. Goethes Zauberlehrling, altbekannt und geliebt von jung und alt, entlockte dem Publikum Lacher. Kästners Die Wälder schweigen fand in den in Dämmerung getauchten Gärten den perfekten Rahmen. Und auch ganz Neues war zu hören: eine spontane Eigenschöpfung des Duos Antonia Wolf/ Lara Warachewics und Stings Fields
of Gold als einziger Liedvortrag hatte seinen Raum und fand begeisterten Anklang.

Alles in allem war es, so war die einhellige Meinung der ca. 150 Besucher, ein gelungener Abend. Der überraschend große Andrang führte dazu, dass die Besucher in drei Gruppen aufgeteilt werden mussten, die in einem Rotationssystem durch die Gärten geführt wurden.

Magischer Abend mit Balladen in den Köpfwiesengärten

Eine bezaubernde Idee hatte Prof. Verena Weiss von der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst:  Die ehemalige Vaihingerin kam auf die Idee, Die Bürgergärten der Köpfwiesen als ein Raum für Kunst zu nutzen und so auf völlig neue Art erlebbar zu machen. Studierende des 2. Jahrgangs der Hochschule, werden am 7. Juli 2018 ab 19:00 Uhr Balladen in den Gärten vortragen. Von Goethe über Fontane bis hin zu Wedekind und Brecht werden bekannte und auch weniger bekannte Stücke in entspannter Atmosphäre zu hören sein. Genießen Sie mit uns und den jungen Schauspielern den Abend in den Köpfwiesen.

Wir treffen uns um 18:30 Uhr vor dem Enßle-Gebäude und besuchen dann gemeinsam verschiedene Gärten in den Köpfwiesen, wo die Studierenden ihre Balladen vortragen werden. Der Eintritt ist frei, für Getränke sorgt die BGB. Über Spenden würden wir uns freuen. Bei Regen muss die Veranstaltung leider ausfallen.

Quo Vadis, Vaihingen?

100 Tage nach dem Bürgerentscheid und die Frage: Quo vadis, Vaihingen?

Am 18. März haben rund 5.000 Bürger mit dem Bürgerentscheid ein klares JA für eine dreijährige Phase des gemeinsamen Innehaltens und Gestaltens gegeben. Die BGB ist seither regelmäßig auf die Stadtverwaltung und den Gemeinderat zugegangen. Leider wirkt die Vorgehensweise nach dem Bürgerentscheid eher als Monolog und nicht als Dialog. Verzögerte und knappe Antworten von Seiten der Stadtverwaltung auf Anfragen und Briefe der BGB zu neuen Bürgerbeteiligungsprozessen oder dem Vorschlag zur Einrichtung einer Begleitgruppe, empfindet die Bürgerbewegung als ungenügend – lesen Sie mehr in unserem aktuellen Infoblatt im Absatz „Bürger reden mit“. Aus diesem Grund trifft sich die BGB bis auf Weiteres wieder wöchentlich (dienstags, 19:30 Uhr im Gasthof Engel), um die nächsten Schritte zu besprechen und auszuarbeiten.

Unser Vorschlag an die Stadt für mehr Demokratie

Eine der wichtigsten Forderungen der BGB war die nach mehr Bürgerbeteiligung – denn wer besser könnte dazu beitragen, eine lebenswerte Stadt zu gestalten als die Bürger, die in ihr leben? Daher haben wir eine Anfrage an das Rathaus geschickt, um für die weiteren Entscheidungen rund um das Enßle-Areal eine Begleitgruppe zusammenzustellen, die sich zusammen mit Bürgermeister und Gemeinderat am runden Tisch zusammensetzt. Den Brief an die Stadt können Sie hier runterladen:

Laden Sie unseren Brief an die Stadt mit einem Klick herunter!

Der Bürgerentscheid ist entschieden. Wie geht es nun weiter?

Eine Frage, die den Mitgliedern der BGB seit dem 18.März immer wieder gestellt wird ist: „Wie geht es nun weiter?“

Ganz klar, wir ruhen uns nicht aus und hören auch nicht auf, denn weiteren Stillstand in unserer Stadt wollen wir nicht hinnehmen. Wir wollen die vielfältigen Möglichkeiten, die Vaihingen an der Enz bietet, nutzen. Ob es nun am Ende eine Cittàslow wird, ob im Enßle-Gebäude Büros unterkommen oder ob es um mehr Transparenz in der Entscheidungsfindung der Stadt geht: wir arbeiten daran. Eine moderne Stadt des 21. Jahrhunderts kann nur funktionieren, wenn sich Bürger an Entscheidungen beteiligen (können), denn wer, wenn nicht die Bürger, die dort leben, sollten doch am besten wissen, wie eine Stadt aussehen muss, die nicht nur alles bietet, „was man eben so braucht“, sondern darüber hinaus Lebensqualität bietet und zu einer Stadt wird, in der man gerne lebt, weil man sich wohl fühlt.

Zu diesem Zweck hat die BGB sich in Projektgruppen aufgeteilt, die sich jeweils mit einem speziellen Thema befassen: So beschäftigt sich eine Gruppe beispielsweise mit dem Thema „Transparenz“, eine andere mit „Bürgerbeteiligung“. Es gibt eine Gruppe zum Thema „Köpfwiesen“ und eine Gruppe zum Thema „Stadtkonzept“. Über die Arbeitsgruppen können Sie sich über unser Infoblatt informieren, das Sie mit einem Klick downloaden können: 
Infoblatt April

Natürlich treffen wir uns weiterhin einmal im Monat, um über die Fortschritte der jeweiligen Gruppe auszutauschen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Die Treffen finden jeweils am letzten Dienstag im Monat ab 19:30 Uhr im Gasthof Engel statt. Würden Sie gerne in einer unserer Arbeitsgruppen mitmachen? Dann setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung!

Vielen Dank an alle Wähler, Helfer und Unterstützer

Wir freuen uns sehr, dass unser Engagement der letzten Monate Früchte getragen hat und wir bedanken uns bei allen Wählerinnen und Wählern, dass Sie uns mit Ihrer Ja-Stimme in unserem Vorgehen bestätigt haben. Herzlichen Dank auch an alle Wahlhelfer und Wahlhelferinnen für ihre Sonderschicht.

Der Gemeinderat war (und ist es noch) der Meinung, dass im Falle eines mehrheitlichen „JA“ weitere drei Jahre Stillstand eintreten würden. Wir sehen das natürlich anders: Wir freuen uns darauf, die nächste Zeit zu nutzen, um gemeinsam mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Gremien und Fachleuten das Enßle-Areal auch im Sinne der Gartenschaubewerbung weiterzuentwickeln. Denn wir sind uns doch in einem einig: Dass hier in Vaihingen an der Enz endlich etwas Bewegung kommen muss – nur eben nicht als Schnellschuss in Form von Beton, sondern mit Konzept und Plan.

Jetzt ist die Möglichkeit gegeben, in Vaihingen eine ganz neue Bürgerbeteiligungskultur einzurichten, wie sie in anderen Städten schon länger erfolgreich praktiziert wird. Sozusagen als „Salz in der Suppe“ werden wir alles dafür tun, diese Chance zu nutzen. Wir hoffen sehr, dass Stadtverwaltung und Gemeinderat offen sind für Kooperation und neue Ideen und so unser Motto „Gemeinsam innehalten und gestalten“ erfolgreich umgesetzt wird.

 

Stellungnahme zu „Showdown für Stadtentwicklungsprojekt“

Die heutigen Ausgaben der Stuttgarter Nachrichten /Stuttgarter Zeitung haben heute über den bevorstehenden Bürgerentscheid berichtet. (Bitte klicken Sie hier)

Bitte lesen Sie hierzu unsere Stellungnahme:

Sehr geehrte Frau Mathes,

es ist ja löblich, dass die Stuttgarter Nachrichten /die Stuttgarter Zeitung dem Bürgerentscheid zum Enßle-Areal in Vaihingen so viel Raum einräumt. Leider ist das auch alles, was man Positives über Ihren Artikel und Kommentar sagen kann. Offenbar haben Sie sich nicht mit den Argumenten der BürgerGärtenBewegung beschäftigt, oder sie stellen die Beweggründe absichtlich verzerrt dar. Die Argumentation von OB und Gemeinderat übernehmen Sie dagegen, ohne sie auch nur im Ansatz zu kritisch hinterfragen.

Zunächst muss mensch Ihren Begriff „Industriebrache“ infrage stellen, sowie das Wort „aufgelassen“. Sie stellen damit nicht nur das (zu Recht umstrittene) Enßle-Gebäude sondern auch die drei direkt betroffenen Gärten als wertlos dar. Mit keinem Satz erwähnen Sie, dass diese Gärten zu den schönsten und best-gepflegten in den Köpfwiesen gehörten, bevor die Stadt zum Ende des vergangenen Jahres den Pächtern kündigte. Ebenso wurde das Enßle-Gebäude bis zur Kündigung der Mietverträge genutzt, lag
also keineswegs brach.

Wenn dies ins rechte Licht gerückt ist, können wir darüber diskutieren, ob eine Sanierung und Umnutzung wünschenswert gewesen wäre – oder ob es vielleicht besser wäre, das Gebäude abzureißen, und Platz für mehr Grün zu schaffen. Wenn dieser Bau nicht dort stünde, würden die Köpfwiesen als große, zusammenhängende Grünfläche augenfällig.

Die Argumentation der  Gemeinderatsfraktionen und des Oberbürgermeisters verschweigt – insbesondere in den Zitaten, die Sie wiedergeben, viele wichtige Dinge. Nur ein Beispiel: Dass von den Bürgergärten – besser von den Köpfwiesen nur wenige Bürger profitieren, ist der Politik von Stadtverwaltung und Gemeinderat zuzuschreiben: Es gibt von Seiten der Stadt seit 2014 Pläne, etwa die Hälfte des Geländes in einen Park umzuwandeln. Die nötigen Grundstücke sind im Besitz der Stadt. Warum sich in dieser Sache seit über drei Jahren nichts bewegt, darüber schweigen die Damen und Herren im Rathaus.

Aber jetzt, wo die historischen Gärten angetastet werden sollen, um Raum für Kommerz zu schaffen, wird der BürgerGärtenBewegung unterstellt, Stillstand zu wollen.

Die BürgerGärtenBewegung hat von Anfang an betont, dass es ihr um eine Entwicklung der Stadt im Dialog zwischen BürgerInnen, Gemeinderat und Stadtverwaltung geht. Neues ermöglichen, statt ein Stückwerk von Ideen aus dem letzten Jahrhundert fortzuschreiben.

Wenn Sie sich anschauen würden, wie OB, Stadtverwaltung und Gemeinderat auf den Protest, der sich seit mindestens Herbst 2016 gegen das Projekt regte, und auf Bitten und Aufforderungen zu einem Dialog mit den BürgerInnen reagiert haben, dann hätten Sie ein sehr treffendes Beispiel dafür, wie Politikverdrossenheit geschürt wird.

Abschließend müssen wir noch den Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels und des zugehörigen Kommentars rügen: Am Tag vor der Abstimmung gibt es für Stellungnahmen wie dieser keine Zeit mehr, die Öffentlichkeit zu erreichen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Sie mit Ihren tendenziösen Texten das letzte Wort behalten wollten.

Stellungnahme zu den blauen JA-Plakaten

Hiermit stellen wir klar, dass die von Herrn Bögel in der VKZ vom 13.03. 2018 angesprochene Plakataktion „Ja/Nein“ nicht von der BürgerGärtenBewegung veranlasst und durchgeführt wurde.

Weiterhin sind wir befremdet, dass seitens der VKZ eine Stellungnahme zur Anzeigenfinanzierung aus Fraktions- und damit Steuergeldern abgegeben wird. Neben ethischen Aspekten handelt es sich hierbei um eine juristische Frage, deren Klärung andernorts erfolgen sollte.