Über uns

Wir sind eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern aus Vaihingen an der Enz, die sich zur BürgerGärtenBewegung zusammengeschlossen haben, weil sie den Plänen der Stadt, das alte Enßle-Gebäude samt eines Teils der Bürgergärten abzureißen und durch einen Wohn- und Geschäftskomplex zu ersetzen, äußerst kritisch gegenüberstehen.

Die neu entstehenden Einkaufsflächen, so der Stadtrat, sollen der Belebung der Innenstadt dienen. Nur: Das Plangebiet liegt außerhalb der Stadtmauern, ohne einen direkten Anschluss an die Innenstadt. Das bedeutet in unseren Augen, dass das Ziel der Wiederbelebung der Innenstadt auf diese Weise nicht erreicht werden kann. Statt eines erhofften Aufschwungs was die Geschäftstätigkeit im Innenstadtbereich angeht, ist die Gefahr sehr groß, dass es durch die die isolierte, der Innenstadt abgewandten Lage des Neubaus, zum gegenteiligen Effekt kommt.

Angesichts der Tatsache, dass in der Innenstadt bereits zahlreiche Gewerbeflächen leer stehen, sind wir der Ansicht, dass wir den Neubau nicht brauchen. Und selbst wenn wir die neuen Ladenflächen benötigen sollten: Die veranschlagte Fläche des neuen Gebäudes entspricht in etwa der des bestehenden Enßle-Gebäudes. Was spricht dagegen, dass dieses renoviert und dem neuen Zweck angepasst wird? Die Bausubstanz des unter den Eternitplatten versteckten Backsteingebäudes ist solide genug, deutlich solider als die eines modernen Betonbaus und wird sich viel besser in das Stadtbild einfügen.

Ein zweiter wichtiger Punkt unseres Anliegens ist die stückweise Zerstörung der einzigen Grünfläche im Altstadtgebiet, die nicht nur der Erholung dient, sondern maßgeblich zur Geschichte der Stadt gehört. Zwar handelt es sich bislang nur um ein kleines Teilstück der Köpfwiesen, das aktuell zur Disposition steht, doch angesichts der Tatsache, dass im klimaökologischen Gutachten von 1994 — das bislang bei sämtlichen Bauvorhaben in Vaihingen an der Enz strikt beachtet wurde — angeraten wird, die Köpfwiesen nicht zu bebauen, ja sogar ein Rückbau empfohlen wird, stellen wir die Sinnhaftigkeit der Pläne in Frage. Die Köpfwiesen haben einen wesentlichen Anteil am Mikroklima der Altstadt. Wenn die Köpfwiesen noch weiter zubetoniert werden als es ohnehin schon der Fall ist, besteht die Gefahr, dass es im Innenstadtbereich zu einem noch schlechteren Luftaustausch und einer erhöhten Schadstoffbelastung der Luft kommt.

Unser Ziel ist es, den Stadtrat zum Einlenken zu bewegen und im Zuge dessen alternative Konzepte zu entwickeln, die sich viel mehr mit der aktuellen Stadtentwicklung und dem explizit formulierten Nachhaltigkeitsanspruch, den unsere Stadt erhebt, vereinbaren lassen. Was Vaihingen an der Enz wirklich braucht, ist nicht ein weiterer innovationsloser Wohn-/Einkaufskomplex aus der architektonischen Konserve, der im städtischen Gefüge ein Störfaktor darstellt, sondern kreative Ideen, wie wir unsere charmante Altstadt wieder attraktiver machen können!