Die Gründe

Es gibt zahlreiche Gründe, den Abriss des bestehenden Gebäudes, der Gärten und den Neubau der Anlage „Enzblick“ äußerst kritisch zu sehen. Natürlich können wir an dieser Stelle einwenden, dass das Enßle-Gebäude auch nicht gerade eine Augenweide ist, so dass im Grunde kein Schaden entsteht. Doch kaum jemand weiß, dass sich unter der häßlichen Eternitfassade ein Backsteinbau aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts verbirgt, der zudem das letzte noch existierende Gewerbegebäude aus der Zeit Vaihingens als Leder- und Gerberstadt ist. Es ist also quasi ein Stück Geschichte, das die Stadt entfernen möchte – und zur Geschichte zählt nun einmal nicht nur eine malerische Altstadt mit „liebevoll renovierten Fachwerkfassaden“ und „schmalen Gassen“ wie im Exposé der „STEG“ direkt auf Seite 1 schwärmerisch beschrieben, sondern eben auch die Vergangenheit als Gerberstadt und die Köpfwiesengärten, die seit 700 Jahren der Vaihinger Stadtbevölkerung auch durch schlechte Zeiten geholfen haben.  

Abgesehen von der Bewahrung eines Stücks Stadtgeschichte sprechen noch weitere Gründe deutlich gegen die Neubebauung:

Veraltetes Einzelhandelskonzept
Ungünstige Standwortwahl
Hochwasserschutz und Trinkwasser
Fehlende Nachhaltigkeit
Luftaustausch innerhalb der Stadt
Erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Kunden- und Lieferverkehr
Gärten als Erholungsgebiet
Städtebauliche Bedenken
Konkurrenz in Ludwigsburg,Stuttgart und im Internet

Veraltetes Einzelhandelskonzept

Das Einzelhandelskonzept, das von der Stadt seinerzeit in Auftrag gegeben wurde, stammt aus dem Jahr 2006. Es ist mit seinen 11 Jahren definitiv veraltet. Aktuelle Entwicklungen wie z.B. das starke Anwachsen des Internethandels wurden nicht berücksichtigt, bzw. damals falsch eingeschätzt und sollten daher nicht als Basis für Entscheidungen herangezogen werden.
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Ungünstige Standwortwahl

Das Plangebiet, das bebaut werden soll, befindet sich außerhalb der Stadtmauern. Zwar beträgt die Entfernung zwischen dem Planbereich und der Altstadt lediglich ein paar wenige Meter, doch eine direkte Einbindung sieht anders aus. Weder müssen Kunden die Innenstadt durchqueren, um dorthin zu gelangen, noch sich überhaupt in die Stadt hineinbegeben. Sie können nebenan parken, einkaufen und wieder fahren. Welchen Grund sollten diese Kunden haben, noch zusätzlich in die Stadt zu gehen? Wo liegt der Reiz, vor oder nach dem Einkauf noch die Stadt zu besuchen zu wollen?

Der Stadtrat erhofft sich, wie in der Ratssitzung vom 28. Juni 2017 erwähnt wurde, durch den geplanten Wohn- und Geschäftskomplex eine Magnetwirkung, die dann in einer Belebung der Innenstadt resultieren soll. Das hat bereits 2007 mit dem Bau des Vaisana-Ärztehauses nicht funktioniert. Befragt man die Vaihinger Einzelhändler, so ist der Konsens, dass der Bau des Ärztehauses weit außerhalb der Innenstadt seinerzeit zu einem Abflauen der Einzelhandelstätigkeit geführt hat: Die Patienten, die zuvor in der Innenstadt ihren Arzt besucht hatten und vorher oder nachher noch einkaufen oder essen gegangen waren, sind verschwunden. Es steht zu befürchten, dass der gleiche Effekt mit dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses „Enzblick“ eintritt. Die attraktiven Geschäfte werden sich im künstlichen neuen Zentrum befinden, die Innenstadt wird dem nichts mehr entgegenzusetzen haben.

Wir befürchten daher eine „Staubsaugerwirkung“ – die attraktiveren Geschäfte siedeln sich außerhalb der Innenstadt im neuen Wohn- und Einkaufskomplex an. Die Kunden gehen der Altstadt verloren, noch mehr Leerstand ist zu befürchten.

Was wir brauchen ist eine Belebung der Innenstadt mit lokal ansässigen Geschäften und attraktiver Gastronomie, um Menschen dazu zu animieren, die Altstadt zu besuchen. Derzeit ist das nicht der Fall. Ein Shoppingcenter ist zwar eine einfache, aber nicht unbedingt die richtige Lösung für ein komplexes Problem.
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Hochwasserschutz und Trinkwasser

Die Köpfwiesen liegen im rechtskräftigen Wasserschutzgebiet der Zone I und II. Unser Trinkwasser wird dort gewonnen. Außerdem liegen die Köpfwiesen im Hochwassergebiet, genauer gesagt liegt dieses Gebiet in der ZÜRS-Zone III. ZÜRS ist das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen. Zone III bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, von einem Hochwasser betroffen zu werden, statistisch gesehen ein Mal in  einem Zeitraum von 10-50 Jahren auftritt.

Nun soll dort ein rund 5.200 m² großes Plangebiet überbaut werden, Tiefgarage inklusive. Das ist insofern problematisch als dass eine noch größere Fläche als bisher schon noch weiter versiegelt wird, d.h. eine noch größere Fläche nicht mehr zur Aufnahme von Wasser zur Verfügung steht. Das Wasser kann durch den mit Zement, Asphalt und Beton versiegelten Boden nicht mehr versickern, was zu größeren Schäden im Falle eines Hochwassers führen kann und wird.

Die häufigen Hochwasser der letzten Jahre, die uns zum Glück (noch) nicht betroffen haben, sind keine Garantie dafür, dass es in Zukunft nicht auch bei uns passieren kann, zumal im Zuge der Klimaerwärmung das Wetter immer erratischer wird. Doch anstatt dafür zu sorgen, dass die Altstadt auch weiterhin vom Hochwasser verschont bleibt, soll hier genau das Gegenteil passieren: Es wird durch die geplante Bebauung ausgerechnet in diesem Gebiet dafür gesorgt, dass das Hochwasser wieder zu einer größeren Gefahr wird. Betroffen von einem Hochwasser wäre beispielsweise auch das explizit im Maßnahmenbericht zum Hochwasser-Risikomanagement des Regierungspräsidiums BW aus 2014 genannte Lamparter-Haus in der Mühlstraße 21 (Zusammenfassung für die Stadt Vaihingen an der Enz, Anhang III-5).

Die Frage ist auch, inwieweit die Bautätigkeit in diesem Gebiet unser Trinkwasser gefährdet?
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Fehlende Nachhaltigkeit

Vaihingen an der Enz hat sich der Agenda 21 angeschlossen, die aufgrund schwindender Ressourcen und immer größer werdender Umweltverschmutzung dem Nachhaltigkeitsprinzip verpflichtet ist. Diesem erklärten Ziel steht dem Abriss des bestehenden Gebäudes und eines Teils der Gärten sowie der Neubau eines Betonbaus diametral entgegen. Ist das Bekenntnis Vaihingens zur Nachhaltigkeit nur ein Lippenbekenntnis, ein Marketingversprechen?

Stahl ist kein nachwachsender Rohstoff, Kiesressourcen werden regional versiegen. Ein moderner Betonbau wird mit einer Lebensdauer von rund 50 Jahren veranschlagt. Beziehen wir noch ein, dass ein Investor –also eine Firma, deren erste Gebote Kostenreduzierung und Gewinnmaximierung sind — bauen soll, können wir davon ausgehen, dass der Neubau nicht auf Nachhaltigkeit und Umweltaspekte ausgelegt sein wird, ja nicht einmal darauf, dass es zumindest ästhetisch ansprechend soll. Das Hauptaugenmerk wird statt dessen auf möglichst geringen Kosten, einer kurzen Bauzeit und anschließend möglichst hohen Einnahmen liegt. Hinzu kommt die große Wahrscheinlichkeit, dass die Gebäude mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf eine Lebenszeit von 50 Jahren kommen werden, sondern aus Modernitätsgründen o.ä. deutlich früher abgerissen werden.

Das bestehende Gebäude, die alte Lederhandschuhfabrik Enßle, die aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stammt, besteht unter der Eternitverkleidung aus Backstein und besitzt eine solide Baussubstanz. Mit seinen rund 2.000 m² Nutzfläche besitzt es in etwa die gleiche Grundfläche wie die geplanten Einzelhandelsflächen. Was spricht also dagegen, sich tatsächlich gemäß des Nachhaltigkeitsanspruchs zu verhalten und das Gebäude zu sanieren? Die Wohnbauten könnten statt dessen in Industrie- und Gewerbebrachen verlagert werden, die man so ebenfalls sanieren und lebendig machen könnte.
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Luftaustausch innerhalb der Stadt

Laut dem klimaökologischen Gutachten von 1994 ist das Mikroklima innerhalb der Innenstadt problematisch (S.4). Die Luft  im Gebiet der Köpfwiesen und der Altstadt tendiert zur Stagnation, anders gesagt: Es ist häufig schwül und feucht, speziell im Sommer. Die Freiflächen entlang der Enz dienen als „Ventilationsbahn“, so dass ein Luftaustausch auch tagsüber möglich ist. In diesem Gutachten wird dringend empfohlen, von weiteren baulichen Maßnahmen in den Köpfwiesen abzusehen, ja es wird sogar der Rückbau empfohlen!

Ein Gebäude, das, wie im Exposé „Enzblick“ erwähnt,  mit einer Grundstücksfläche von 5.200 m² veranschlagt ist und noch ein Stück höher als das bestehende Enßle-Gebäude sein wird, wird daher als Riegel fungieren, die den notwendigen Luftaustausch blockiert. Der Luftaustausch ist wichtig, die bioklimatischen Einflüsse wie sommerliche Wärmebelastung, herbstliche und winterliche Nasskälte in stagnierender Luft, Belastungen durch erhöhte Luftbeimengungen bei austauscharmen, windschwachen Wetterlagen mit Dunst oder Nebel zu regulieren, sondern auch, damit Schadstoffe wie Feinstaub abtransportiert werden können. Beim Stichwort „Feinstaub“ wären wir beim nächsten Einwand, dem Verkehr.
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Erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Kunden- und Lieferverkehr

Das Verkehrsaufkommen im Mühlkanal wird sich erhöhen. Eine Reihe zusätzlicher Anwohner, Lieferverkehr, Kundenverkehr. Mehr Autos, mehr LKWs, die nicht nur durch die Stadt, sondern auch über die Auricher Straße, den Zubringer zur B10, fahren. Die Lärmbelastung für Anwohner wird signifikant erhöht, ebenso die Abgasbelastung. Hinzu kommt, dass das ohnehin schon bestehende Parkplatzproblem in der Mühlstraße noch verschärft wird: Einmal durch Kunden und Besucher, die lieber einen kostenfreien Parkplatz suchen als sich ein Parkticket zu ziehen. Ein anderes Mal durch Anwohner des geplanten Wohngebäudes, die mit Zweitwagen ausgestattet sind, die in der Tiefgarage keinen Platz finden.

Das Quartier, das die verlängerte Altstadt darstellt, wird so massiv abgewertet, denn wer will unbedingt an einer verkehrsintensiven Hauptverkehrsstraße wohnen, wenn es nicht unbedingt sein muss? Langfristig werden die sinkenden Mieten die Vermieter davon abhalten, in notwendige Gebäudesanierungen zu investieren. Ein Verfall der Wertigkeit (und der Häuser) dieser Wohngegend, wie er jetzt bereits in der Grabenstraße zu beobachten ist, ist abzusehen.
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Gärten als Naherholungsgebiet

Die Köpfwiesengärten dienen seit 1974 als ausgewiesenes Naherholungsgebiet und die einzige innenstadtnahe Grünfläche. Es ist bei weitem nicht so, dass nur Handvoll Gartenbesitzer diese Gärten nutzen können. Diese Grünfläche steht jedem zur Verfügung! Im Bebauungsplan „Köpfwiesen“ von 1994 wird dieses Gebiet als „ökologisch außerordentlich wertvoller Bereich“ bezeichnet, der „seine besondere Bedeutung auch als Naherholung für die Innenstadtbewohner“ hat. Dieser Bebauungsplan legt aufgrund des „latenten Siedlungsdrucks“ fest, dass – außer des Parkhauses – die Köpfwiesen nicht weiter bebaut werden sollen. Es wird sogar empfohlen, bestehende Gebäude abzureißen. Was hat sich seit 1994 geändert?

2014 wurde den Bürgern das Projekt zur Entwicklung der Köpfwiesen vorgestellt: die Köpfwiesen sollten zu einer Parkanlage umgestaltet werden mit einem durchgängig öffentlichen Wegenetz und Ruhezonen. Von einer Anbindung an den Enztalradweg und einer besseren Verknüpfung zur Altstadt war die Rede. Von den geplanten Promenaden sollte jederzeit ein Blick auf die Altstadt möglich sein. Liegewiese, Strandeingang, Biergarten, Spielplatz. Sogar das Konzept lag schon in der Schublade. Und das will man jetzt umsetzen, indem man Gärten abreißt und einen Betonbau dorthin pflanzt, auf den man von den genannten Promenaden einen guten Blick haben wird? Das widerspricht sich massiv. Die Gartenbesitzer haben damals der Stadt die Gärten unter diesen Voraussetzungen zur Verfügung gestellt. Nicht, damit ein Investor hier baut.

Auch vor der Aussicht auf eine Teilnahme an der Landesgartenschau, die grundsätzlich keine schlechte Idee ist, widersprechen sich die Ziele, nämlich Bebauung der Köfpwiesen und die Erhaltung von Gartenanlagen, massiv. Noch unverständlicher wird das derzeitige Vorhaben angesichts der Tatsache, dass man ausgerechnet das Gebiet bebauen will, für das explizit als touristisches Ziel geworben wird – das mit einer solchen Bebauung für Touristen und Einheimische gleichermaßen erheblich an Attraktivität verlieren wird.
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Städtebauliche Bedenken

Der Mühlkanal ist der letzte noch unverbaute Stadteingang. Die Stuttgarter Straße begrüßt Besucher und Einwohner mit Einzelhandelsbauten und Betongebäuden, die ihr einen beliebigen Anstrich geben: Die Straße könnte sich überall befinden. Ebenso ist der Stadteingang aus Kleinglattbach nicht sehr liebevoll ausgebaut. Und nun soll auch der dritte Stadtzugang verbaut werden: Es wird aller Voraussicht nach, da die Kostenersparnis im Vordergrund des Interesses eines jeden Investors steht, ein wenig innovativer Betonbau aus der Retortenwerkstatt irgendeines Architekturbüros. Die Dimensionen, die jetzt schon in der Planung ersichtlich sind, sind deutlich zu wuchtig für die gegenüberliegende kleinteilige Bebauung mit alten Fachwerkhäusern, „Enzblick“ wird sich so nie in das Stadtgefüge einfügen können, sondern immer ein Fremdkörper bleiben.

Fast erscheint es wie Hohn, wenn ausgerechnet im Exposé von „liebevoll renovierten Fachwerkfassaden“ und „schmalen Gassen“ die Rede ist, denen dann in Zukunft ein nichtssagendes Gebäude ohne Rücksicht auf die bestehenden Häuser entgegengesetzt wird. Der vielgelobte Blick auf Schloß Kaltenstein von der Altstadt aus wird zumindest vom Enzdamm und von der Enzgasse aus (und nicht zu vergessen: vom Gelände der von der Stadt herbeigesehnten Landesgartenschau) nicht mehr unverstellt sein, sondern durch eben dieses Gebäude „Enzblick“ dominiert werden. Es ist und bleibt widersinnig: Die Stadt will mit der Landesgartenschau einen Anziehungspunkt für Touristen und Vaihinger BürgerInnen gleichermaßen schaffen, doch  gleichzeitig soll die einmalige Aussicht auf Schloss Kaltenstein von eben diesem Gelände aus zubetoniert werden.

Genau das, was den Charakter einer Stadt ausmacht und genau das, was Bewohner und Touristen gleichermaßen bezaubert, wird auf diese Weise nach und nach unwiederbringlich zerstört und auch eine Landesgartenschau wird das bei Weitem nicht aufwiegen können, was jetzt den Baggern zum Opfer fallen soll. Die Bausünden der Vergangenheit haben scheinbar niemanden etwas beigebracht. Wirtschaftlichkeit ist offensichtlich wichtiger als Lebensqualität. Statt die Stadt liebevoll zu sanieren, wird aus Vaihingen an der Enz eine Satellitenstadt der anliegenden Großstädte, die auf diese Art und Weise nach und nach ihre Einzigartigkeit verlieren wird.
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Konkurrenz in Ludwigsburg, Stuttgart und im Internet

Was kann ein Kleinstadt-Shoppingcenter mit einigen wenigen Geschäften einem Breuninger Land in Ludwigsburg, dem Milaneo in Stuttgart oder den Mercaden in Böblingen entgegensetzen? Shopping heute ist nicht nur Einkaufen, sondern auch Erleben. Kauflustige junge und nicht mehr ganz so junge Erwachsene werden sich nicht nur mit einem H&M zufrieden geben, wenn sie außerdem noch Primark, Mango und wie die Geschäfte alle sonst noch heißen, besuchen können. Der Besuch dieser großen Shoppingcenter hat Eventcharakter und ist eher eine Lifestyle-Entscheidung als eine Notwendigkeit, auch und gerade in Zeiten des Internethandels. Ein kleiner Einkaufskomplex in einer Kleinstadt, und mag diese auch noch so charmant sein, kann dieses Event-Gefühl nicht bieten. Nicht zu vergessen sind auch die vielen Pendler, die in Stuttgart und Umgebung arbeiten. Diese werden sich ebenfalls eher nach der Arbeit nach Stuttgart begeben statt erst nach Hause zu kommen um dann noch einmal aufzubrechen.

Ein weiterer Faktor ist der Internethandel. Im Einzelhandelsgutachten von 2006 wird davon ausgegangen, dass der Internethandel kaum Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten haben wird. (Einzelhandelskonzept, D. Acocella, 26.06.2006, S. 13f.) Inzwischen wissen wir, dass diese Einschätzung falsch war. 2016 fand 12,7% des gesamten Warenhandels übers Internet statt. (Aktuelle Zahlen zum Interaktiven Handel, bevh) Das klingt erst einmal nach nicht viel, man muss aber in die Rechnung einbeziehen, dass dort auch Waren mit eingerechnet sind, die traditionell eher vor Ort gekauft werden, wie z.B. Lebensmittel. Elektronika, Software, Schuhe und Kleidung hingegen werden mehr und mehr übers Internet bezogen – also genau die Geschäfte, die als Pächter für eine solche Planung noch am ehesten in Frage kommen.
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